
In der Röntgendiagnostik werden als Kontrastmittel verwendet
- Bariumsulfathaltige Suspensionen, die nicht resorbiert werden und zur Darstellung von Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm dienen. Aufgrund ihrer fehlenden Resorbierbarkeit können diese Substanzen zu schwerwiegenden Fremdkörperreaktionen beim Austritt aus dem Magen-Darm-Trakt führen und dürfen daher nicht angewendet werden, wenn die Gefahr der Aspiration besteht oder eine mögliche Perforation im Bereich des Magen-Darm-Trakts vorliegt. - Iodhaltige Kontrastmittel, die entweder intravaskulär gespritzt und über die Nieren wieder ausgeschieden werden oder direkt in das darzustellende Gewebe injiziert werden. Sie dienen zur Darstellung der Nieren und Harnwege, der Venen, der Arterien oder anderen Organen. Die verschiedenen iodhaltigen Kontrastmittel unterscheiden sich vor allem in den Trägermolekülen und der
Iodkonzentration. - Luft bei der Doppelkontrastuntersuchung des Dickdarms.
Diese Kontrastmittel werden bei allen Röntgenverfahren, einschließlich der Computertomographie bei bestimmten Fragestellungen auch in Kombination miteinander eingesetzt. Durch das Kontrastmittel wird
die Aussagekraft der Untersuchung wesentlich verbessert.
Nebenwirkungen: Bei intravenöser Anwendung der jodhaltigen Kontrastmittel kann es an der Einstichstelle zu
Schmerzen, einem Bluterguß und sehr selten zu einer Infektion kommen. Als
bekannte Reaktion auf Kontrastmittel kann Wärmegefühl während der
Injektion oder auch ein bitterer Geschmack im Mund auftreten. Nach
Verabreichung des Kontrastmittels können auch
Unverträglichkeitsreaktionen auftreten: Selten kommt es zu einem leichten
Absinken des Blutdrucks und dadurch zu geringen Beschwerden, sowie Auftreten
von Übelkeit oder Schmerzen. Sehr selten sind schwere Nebenwirkungen wie
Atemnot, plötzlicher Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen oder Krämpfe.
In seltenen Fällen kann es während der Kontrastmittelinfusion in
die Vene zum Kontrastmittelaustritt an der Injektionsstelle in den Arm kommen.
Dies führt zu einer schmerzhaften Schwellung, die manchmal auch über Tage
anhalten und eine Behandlung notwendig machen kann. Falls sie während der
Kontrastmittelinfusion Schmerzen und eines Schwellung des Armes verspüren,
verständigen Sie bitte sofort, während der Untersuchung, den Arzt.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ca. 97% der
Patienten Kontrastmittel gut vertragen.
Die Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen wird mit 0,04%
angegeben. Wie bei fast jedem medizinisch notwendigen diagnostischen Eingriff ist eine
lebensbedrohliche Komplikation möglich, jedoch äußerst unwahrscheinlich.
Das Risiko der Untersuchung ist daher im Vergleich zum erzielten
Nutzen sehr gering. Sollten dennoch Nebenwirkungen auftreten, steht ärztliche
Hilfe sofort zur Verfügung.
Um bei Ihnen ein möglicherweise bestehendes erhöhtes Risiko
für Kontrastmittel-Reaktionen besser abschätzen zu können, bitten wir Sie, in
der Praxis einen entsprechenden Fragebogen auszufüllen. In diesem Fragebogen werden insbesondere hinsichtlich des Kontrastmittels relevante Erkrankungen, z.B. Schilddrüsenüberfunktion, Herzmuskelschwäche, Diabetes oder Allergien abgefragt.

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